Eine der häufigsten Fragen, die sich Finanzverantwortliche stellen, ist, wo sie anfangen sollen. Der Instinkt ist oft, nach dem einfachsten Anwendungsfall oder der sichtbarsten Ineffizienz zu suchen. In der Praxis ist der wirksamste Ausgangspunkt keines von beiden.
Der richtige Ausgangspunkt ist dort, wo Volumen und Variabilität aufeinandertreffen.
Prozesse wie die Kreditorenbuchhaltung und die Debitorenbuchhaltung bieten ein klares Beispiel. Sie arbeiten in großem Maßstab, mit großen Transaktionsvolumina, die durch strukturierte Systeme laufen. Gleichzeitig sind sie stark von Ausnahmen betroffen – nicht standardisierte Rechnungen, Zahlungsabweichungen, Streitfälle – die Interpretation und Koordination erfordern. Dies sind keine Sonderfälle; sie sind zentral dafür, wie der Prozess funktioniert.
Diese Kombination macht sie zu idealen Kandidaten für die Transformation. Sie bieten klare Möglichkeiten für messbare Auswirkungen, sei es durch schnellere Zahlungszuordnung, verkürzte Durchlaufzeiten oder verbesserte Genauigkeit. Sie bieten außerdem einen realistischen Test dafür, ob eine Lösung die Komplexität der Finanzarbeit in der Praxis bewältigen kann.
Konzentrieren Sie sich auf die Bereiche, in denen die Fragmentierung am deutlichsten sichtbar ist:
Procure-to-Pay (P2P):
Order-to-Cash (O2C):
Record-to-Report (R2R):
Planen und Analysieren:
Kontrolle und Audit:
Wichtig ist, dass die Auswahl der Anwendungsfälle auf finanziellen Ergebnissen basieren muss. Während die Kostensenkung weiterhin ein wichtiger Aspekt bleibt, reicht sie allein nicht mehr aus. Finanzverantwortliche bewerten Initiativen zunehmend anhand ihrer Auswirkungen auf den Cashflow, das Betriebskapital und das Risiko. Verbesserungen bei der Forderungslaufzeit, kürzere Abschlusszyklen und geringere Fehlerquoten sind ein greifbarer Beweis für den Mehrwert. Sie schaffen außerdem eine stärkere Grundlage für die Skalierung.
Unternehmen gehen diesen Ausgangspunkt in der Regel aus einer von zwei Perspektiven an. Einige befinden sich noch am Anfang ihrer Automatisierungsreise, wobei erheblicher manueller Aufwand weiterhin in die Kernprozesse eingebettet ist. Andere haben bereits in RPA investiert und sehen sich nun mit den Grenzen der aufgabenbasierten Automatisierung konfrontiert. In beiden Fällen ist das Ziel dasselbe: über isolierte Effizienzgewinne hinauszugehen und den gesamten Lebenszyklus des Prozesses zu adressieren.
Gehen Sie weiter, wenn der Anwendungsfall Folgendes betrifft:
Agentenbasierte Automatisierung sollte direkt beitragen zu:
Ein häufiger Fehler besteht darin, zu versuchen, das gesamte Problem auf einmal zu lösen. Unternehmensweite Initiativen können an ihrer eigenen Komplexität scheitern, insbesondere wenn sie die Koordination über mehrere Systeme und Beteiligte hinweg erfordern.
Im Gegensatz dazu liefern fokussierte Implementierungen, die auf ein wirkungsstarkes Segment eines Prozesses abzielen, der in einem bestimmten Bereich zusammenbricht, eher schnell Ergebnisse. Diese frühen Erfolge sind nicht nur entscheidend, um den Mehrwert zu demonstrieren, sondern auch, um Vertrauen in den Anwendungsfall aufzubauen. Sie beweisen den Wert agentenbasierter Automatisierung in der Orchestrierung, nicht nur der Automatisierung.
Ihr erster Anwendungsfall sollte:
Kapitel 1
Der agentenbasierte Vorteil für FinanzverantwortlicheKapitel 2
Warum die Finanzabteilung jetzt automatisieren mussKapitel 3
Auswahl und Priorisierung von AnwendungsfällenKapitel 4
Bewährte Methoden bei der Implementierung agentenbasierter AusführungKapitel 5
Aufbau des ROI-Falls und Förderung der AbstimmungKapitel 6
Veränderung wird durch Umsetzung bestimmt, nicht durch Annahme nach der Einführung
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