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Readying Your Workplace for Automation Is the Difference Between Success and Failure of RPA and AI Investments

Verfasst von Chris Brauer in Software-Robots am Arbeitsplatz am October 2, 2018
Automation Anywhere

Der Gebrauch von Werkzeugen ist das, was den Menschen ausmacht.

Wir haben schon immer Werkzeuge benutzt, um unsere Fähigkeiten zu erweitern. Von der Bearbeitung von Steinklingen, mit denen wir tiefer als mit Händen und Zähnen schneiden konnten, bis hin zu den bahnbrechenden Fortschritten der industriellen Revolution, mit der sich unsere Lebensqualität enorm verbessert hat – was allerdings auch seinen Preis hatte, wie einige einwerfen mögen.

Das heutige digitale Zeitalter hat einiges mit der industriellen Revolution gemeinsam, denn erneut erleben wir eine Zeit, die von rasanter Entwicklung und wirtschaftlichem Wandel geprägt ist. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass dort, wo bisher Maschinen und Werkzeuge größtenteils von Menschen bedient oder beaufsichtigt wurden, die digitale Innovation so weit fortgeschritten ist, dass neue digitale Werkzeuge autonom werden und sich selbst steuern.

Die möglichen Auswirkungen dieser Entwicklung ist ein ständig diskutiertes Thema. Automatisierungsbefürworter sehen darin ein künftiges Utopia, Gegner prophezeien unseren dystopischen Untergang. Wir stehen heute einzigartigen Herausforderungen – und enormen Chancen – gegenüber, gerade weil die der Digitaltechnologie innewohnende Autonomie einen evolutionären Schritt in unserer Entwicklungsmöglichkeit als Mensch verspricht.

Aber wie gut gelingt dies bisher? Auch wenn dies vielleicht nicht sofort ersichtlich ist, steht außer Zweifel, dass Menschen und Softwareroboter (Bots) bereits zusammenarbeiten – auf der ganzen Welt und in jedem Sektor.

Um den Einfluss auf Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu untersuchen, machte sich mein Forschungsteam bei Goldsmiths, University of London, daran, die praktischen Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeitswelt zu untersuchen. Überraschenderweise stellten wir fest, dass ein „augmented workplace“ (erweiterter Arbeitsplatz) bei Faktoren, die einen Arbeitsplatz menschlicher gestalten, um 33 % besser abschneidet. Außerdem sahen wir uns die Beziehung zwischen Unternehmensleistung und Workforce Augmentation – der Unterstützung der Arbeitskräfte durch Roboter – an. Die Investition in Automatisierungstechnologie allein führt zu einer gewissen Verbesserung der Unternehmensleistung. Wenn man jedoch gleichzeitig in Mitarbeiter investiert, ist die Leistungssteigerung, die Unternehmen von der Technologieinvestition erwarten können, weitaus höher. „Augmentierte“ Unternehmen erreichen eine um 28 % bessere Gesamtleistung, erzielen eine um 31 % bessere Finanzleistung und priorisieren strategische Ziele um 30 % besser.

Jedoch nur 56 % der an unserer Studie beteiligten Führungskräfte sind der Meinung, dass ihre Mitarbeiter die RPA- und KI-Anwendungen bestmöglich nutzen. Wie können sich Unternehmen also besser auf die Augmentation vorbereiten und sicherstellen, dass ihre Investitionen in Automatisierungs- und KI-Technologie die maximale Rendite liefern?

Unsere Studie gibt Führungskräften in Unternehmen drei wichtige Lehren mit auf den Weg:

1. Halten Sie die ethischen Grundsätze Ihres Unternehmens in einem Kodex fest

Jahrelang lautete der berühmte Leitspruch von Google „Tu nichts Böses“ (Don't Be Evil). Dieser einfache Satz hatte einen Einfluss darauf, wie das Unternehmen beim Design von Benutzeroberflächen und der Programmierung von Algorithmen vorging, die festlegten, welche Suchergebnisse hervorgehoben wurden.

Welche ethischen Grundsätze bestimmen das Handeln Ihres Unternehmens? Weil wir intuitiv wissen, was richtig und falsch ist, machen wir uns häufig nicht die Mühe, dies im Verhaltenskodex unseres Unternehmens festzuhalten. Oder aber die Formulierungen konzentrieren sich auf den regulierten Front-End-Bereich des Geschäfts.

Eine solche „Kodifizierung“ kann jedoch sehr viel mehr Positives bewirken, wenn sie im gesamten Unternehmen angewandt wird. Beginnen Sie mit einem grundlegenden Leitsatz wie „Tu nichts Böses“. Anschließend schreiben Sie – mit dem Organigramm des Unternehmens als Orientierungshilfe – für jeden Unternehmensbereich einige Sätze auf, die erläutern, wie dieser ethische Grundsatz auf Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden anzuwenden ist.

2. Prüfen Sie die wichtigsten Arbeitsstränge

Häufig ist uns das, was wir jeden Tag bei der Arbeit tun, so vertraut, dass wir es schwierig finden, Schritt für Schritt zu formulieren, was ein bestimmter Teil unserer Tätigkeit tatsächlich beinhaltet. Einige Teile des Prozesses sind uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir sie für selbstverständlich halten. Manchmal fällt uns das auf, wenn wir eine Schulung für einen neuen Mitarbeiter vorbereiten. Aber meistens erledigt jeder einfach seine Arbeit.

Bei einem Workflow- und Prozessaudit werden alle diese unbewussten Annahmen und Aufgaben, die Tag für Tag dank des kollektiven Muskelgedächtnisses Ihres Unternehmens erfolgreich bewerkstelligt werden, identifiziert und konkretisiert. Durch ihre Katalogisierung werden sie für Analysen und Optimierungsmaßnahmen verfügbar gemacht. Auch ohne Augmentation eröffnen der Prozess der Prüfung, Formulierung und Dokumentation von Kernprozessen und das Wissen, das ihnen zugrunde liegt, zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten.

3. Bereiche für eine Augmentation auswählen

Nachdem Sie Ihre Arbeitsstränge einem Audit unterzogen haben, ermitteln Sie diejenigen Bereiche, in denen Mitarbeiter wiederkehrende Aufgaben ausführen, deren Eingangsgrößen und Ergebnisse einem vorhersehbaren Muster folgen. Dieses sind die Aufgaben, die sich am besten für Augmentation eignen.

Arbeiten Sie mit den wichtigsten Beteiligten und vertrauenswürdigen Experten, einschließlich gegebenenfalls externer Partner, zusammen, um jeden Schritt dieser Prozesse unter dem Gesichtspunkt, ob eine Automatisierung sinnvoll wäre, zu erfassen, aufzuzeichnen und zu analysieren.

Ihr Ziel besteht darin, den Workflow so zu optimieren, dass sich diese Schritte mithilfe von KI oder RPA automatisieren lassen – und zwar so, dass nicht nur die Effizienz erhöht wird, sondern dies auch den Arbeitsweisen und Routinen der Mitarbeiter entgegen kommt, die in diesem Workflow Seite an Seite mit der Augmentationstechnologie arbeiten.

Nach Abschluss dieses Prozesses setzen Sie sich mit Ihren Technologiepartnern zusammen, um die jeweiligen Schritte im Arbeitsprozess zu erfassen und zu automatisieren. Beauftragen Sie sie mit der Erfassung von Daten über die Wirksamkeit des augmentierten Workflows – Schritt für Schritt. Diese Daten und die erste Erfahrung mit Augmentation werden Ihrem Unternehmen den nötigen Hintergrund, die Fertigkeiten und Kenntnisse geben, die es benötigt, um Augmentation unternehmensweit als produktivitätssteigerndes Instrument einzusetzen.

Die der Digitaltechnologie innewohnende Autonomie verspricht einen evolutionären Quantensprung für unsere Möglichkeiten, uns als Mensch weiterzuentwickeln. Damit dieses Versprechen in Erfüllung geht, müssen Unternehmen jedoch zuerst die Arbeit menschlicher machen.

Dieser Gastbeitrag stammt von Chris Brauer, Director of Innovation im Institute of Management Studies bei Goldsmiths, University of London, und Gründer des Centre for Creative and Social Technologies. Der gebürtige Kanadier mit Erfahrung in Lehre und Wirtschaft wohnt und arbeitet in London.

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